Handbuch für Lehrende

1. Einführung

1.2. Wofür lässt sich EMIL verwenden?

In diesem Kapitel finden Sie in weiteren Abschnitten:

  • Für welche Lern- und Lehrformate eignet sich EMIL besonders gut?
  • Was unterscheidet EMIL von MS Teams, Zoom oder BigBlueButton?

Allgemeines


EMIL kann die Funktion eines virtuellen Seminarordners erfüllen; es kann aber auch als Informations- und Kommunikationskanal für Ihre Seminarteilnehmenden dienen, zur Verwaltung der Abgabe von Hausaufgaben, zur Organisation von Gruppenarbeit, für kollaboratives Arbeiten oder zur Erstellung von Selbstlernmodulen.

Nachfolgend sehen Sie die Elemente, die Sie - neben Gruppen- und Teilnehmendenverwaltung - in EMIL einsetzen können:


"Aktivitäten" und "Materialien", die Sie in Ihren Kursraum einfügen können.
Mit Klick auf das Bild öffnen Sie eine größere Ansicht.


Nachdem Sie einen Kursraum beantragt und Ihren Wünschen entsprechend eingerichtet haben, können Sie dort zum Beispiel

Zu fast allen aufgeführten Funktionen erhalten Sie in den Hilfekapiteln jeweils zu Anfang Beispiele zu didaktischen Szenarien, in denen Sie diese einsetzen können.

Eine zusammengestellte Sammlung von Beispielen, Ideen und Impulsen, organisiert als EMIL-Aktivität "Glossar", finden Sie hier im Kursraum "Digitales Lernen und Lehren".


Für welche Lern- und Lehrformate eignet sich EMIL besonders gut? 

EMIL eignet sich u.a. gut für

  • Blended Learning, also für einen Verbund aus Online- und Offline-Lehre durch strukturierte Lernressourcen und von Aufgaben und Assessments zur Vorbereitung von Präsenzlehre, wie dies z.B. im Konzept des Inverted/Flipped Classroom oder des Just in time teaching (JITT) Anwendung findet;
  • asynchrones Lernen und Lehren, z.B. für eine zeitunabhängige Bearbeitung von Lernressourcen, zeitversetzte Diskussion und Kommunikation über Foren und Kommentare sowie Kollaboration und Dokumentation in Projektarbeit über einen längeren Zeitraum hinweg;
  • Zur Unterstützung von hybriden Lernsettings, d.h. von Kombinationen aus synchronen und asynchronen, präsenten und telepräsenten Elementen; aus verschiedenenen Gruppenformaten  und unterschiedlicher Frequenz und Zusammensetzung der vorher genannten Elemente.
  • die Organisation von Kursteilnehmenden in Arbeitsgruppen und der Zuteilung gruppenspezifischer Ressourcen und Aktivitäten;
  • die Durchführung von Open Book Online-Prüfungen bei Einschränkung der Möglichkeit schriftlicher Präsenz-Prüfungen. Hier müssen allerdings technische, organisatorische, didaktische und rechtliche Aspekte bedacht werden, diese werden u.a. in Ressourcen von Präsidium und Kolleg*innen im Kursraum "Digitales Lernen und Lehren" behandelt;
  • die Erstellung von strukturierten und sequenzierten Selbstlerneinheiten, z.B. durch Aktivitäten wie die "Lektion" oder die Möglichkeit, den erfolgreichen (oder erfolglosen) Abschluß von Aktivitäten wie z.B. dem "Test" zur Vorbedingung auf den Zugriff von weiteren Inhalten und Aktivitäten zu machen.

EMIL ermöglicht eine relativ freie Gestaltung der Darstellung der Inhalte (Layoutfunktionen, Formeleditor), einen großen Funktionsumfang betreffs asynchroner Interaktion, Kommunikation und Kommentierung (Forum, Glossare, Wikis, PDF Annotationen etc.), speziell für die Lehre ausgerichtete Möglichkeiten (Aufgabe, Test, Umfrage, Gegenseitige Beurteilung, Anwesenheit, Gruppenwahl, Lektion etc.) sowie die Möglichkeit, den Zugriff auf Inhalte sehr fein und individuell angepasst zu steuern (Voraussetzungen über bereits abgeschlossene Inhalte, Bewertungen, Gruppen, Studiengänge etc.).

Für die didaktisch wichtige synchrone Lehre und persönliche Kommunikation eignet sich EMIL weniger gut.
EMIL benötigt in dieser Hinsicht eine feste Basis in der synchronen Präsenz und/oder Telepräsenz.


Was unterscheidet EMIL von MS Teams, Zoom oder BigBlueButton?

  • MS Teams, Zoom und BigBlueButton sind Videokonferenzsysteme mit der zusätzlichen Möglichkeit, den Bildschirminhalt zu teilen, für Audio- und Textchat sowie für synchrone Umfragen;
    EMIL besitzt keine Videokonferenzfunktionalität und nur einen rudimentären Textchat.
  • MS Teams, Zoom und BBB sind gut geeignet für die synchrone Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen und eignen sich für z.B. Live-Veranstaltungen, Arbeits- und Projektgruppengespräche oder Sprechstunden.
  • Durch die Aufzeichnungsfunktion eignen sich MS Teams und Zoom auch als schnelle Möglichkeit, Lehrvideos zu erstellen; EMIL unterstützt in dieser Hinsicht nur 2-Minuten-Video- oder Audioaufzeichnungen über die Webcam (s. Texteditor).
  • MS Teams stellt Büro- und Organisationsfunktionen bereit, um z.B. Dateien im MS Office Format wie .doc., .ppt oder .excel zu erstellen, gemeinsam zu bearbeiten, in Ordnerstrukturen zu ordnen und zu teilen.

EMIL, Videokonferenzsysteme wie MS Teams bzw. Zoom sowie die Präsenzlehre ergänzen sich damit in deren Möglichkeiten.